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Weiberwirtschaft

Konzept

Weiberwirtschaft, Plan Front
Am 5. Okt 07 erfolgte die Grundsteinlegung mit einem großen Mittelalterfest. Der Bau unserer WW macht rasche Fortschritte, die vorrauss. Bauabnahme ist für 20.07.09 geplant



Weiberwirtschaft, Plan GrundrissAn der notwendigen Umsetzung der Idee der WW arbeiten wir bereits seit 2004 und freuen uns sehr, dass dieser Traum nun bald wahr werden wird.

Unser Projekt soll folgende drei Schwerpunkte abdecken:

1)
Es gibt für junge werdende Mütter in unserem Raum keine adäquate Möglichkeit der Unterstützung. Die Zeit der Schwangerschaft und der Geburt, sowie die schwierige Zeit mit einem kleinen Kind und die dabei oft entstehende Überforderung ist eine krisenhafte Zeit, wo wir aus Erfahrung unseres Wohnhofes gelernt haben, dass dafür eine Wohngemeinschaft wichtig ist, da eine eigene Wohnung zu wenig Betreuungsmöglichkeit bietet.
Dafür haben wir in unserem Konzept 4-6 Plätze vorgesehen, die einen Teil unseres "Wohnheimes für Frauen", kurz  "Weiberwirtschaft", ausmacht.

2)
Unser "Wohnhof für Menschen mit Zukunft" wurde ursprünglich zu 2/3 mit Männern besiedelt. Mittlerweile sind bereits mehr als 2/3 der Wohnungen an Frauen (zum Großteil mit Kindern) vermietet, die die Wohnungen aber nicht halten können, da ihnen ein großer Lernschritt vor der eigenen Wohnung fehlt. Häufige Problembereiche sind dabei unter anderem ...
  • Überschuldung
  • Suchtprobleme
  • fehlende Ausbildung/Arbeit und daher kein bis geringes Einkommen
  • fehlende Kenntnisse, wie man mit einer Wohnung, mit dem Wohnen im allgemeinen umgeht, z.B. Hygiene, Reinigungsarbeiten
Diese Frauen sind zum Teil seit Jahrzehnten wohnungslos und haben immer bei Männern "Unterschlupf" gesucht, um einen Wohnplatz zu haben, mit all seinen Abhängigkeiten die durch so eine Situation entstehen.

Unsere 25jährige Erfahrung bei der Arbeit mit den obdachlosen Männern hat gezeigt, dass es ganz wichtig ist, im Rahmen einer intensivbetreuten 'Wohngemeinschaft die ersten Schritte in ein eigenes selbstständiges Leben zu machen. Für diesen Teil der Frauenwohngemeinschaft für obdachlose Frauen haben wir uns 10 Plätze vorgestellt.

3)
Ganz wichtig, wenn man eine intensivbetreute Wohngemeinschaft plant, ist, solche Plätze, die in die Zukunft gehen, suchtmittelfrei zu gestalten, d.h. kein Alkohol und keine Drogen. Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, damit eine Wohngemeinschaft den Zweck des sozialen Lernens erfüllen kann.
Daher hat sich schon im "Wohnheim für Menschen in Not", unserer Männerwohngemeinschaft, deutlich gezeigt, dass auch eine Stufe darunter notwendig ist: die sogenannte "Notschlafstelle", wo Frauen auch mit Suchtproblemen nächteweise einen Schlafplatz bekommen können.
Dies ist auch interessant als Übergangslösung, bis sich die Frauen für einen Therapieplatz oder einen Entzug entschieden haben. Diese Notschlafstelle muss einen extra Zugang haben und umfasst 1 Zimmer mit max. 4 Betten.

Die Zimmer haben wir uns so vorgestellt, dass sie jeweils für 2 Frauen konzipiert und so flexibel gestaltet sind, dass auch die Kinder gut untergebracht werden können.
Da die Zusammenarbeit mit allen zuständigen Ämtern und Behörden seit Jahren eine sehr gute ist, werden wir auch hier eine gute Lösung für die betroffenen Kinder finden.

Die Gesamtzahl soll, wie in der Männerwohngemeinschaft, eine gut lebbare Größe von 16 - max. 20 Frauen (mit Kindern) nicht überschreiten.

Weiter:

 

Verein für Soziale Betreuung Nö-Süd